Über mich

Eine bekennende Kenia-Liebhaberin

Mein Name ist Ina Bärschneider, Jahrgang 1965, Ostberlinerin.

Die Liebe zum Reisen, zum Entdecken fremder Landstriche und Kulturen haben mir meine Eltern quasi in die Wiege gelegt. Alle Länder, die man mehr oder weniger problemlos, individuell als DDR-Bürger bereisen konnte, hatte ich schon in meiner Kindheit und Jugend „abgehakt“. Und noch einige mehr darüber hinaus.... Das war möglich mit Jugendtourist, dem damaligen Reisebüro der FDJ, für welches ich schon während meiner Schulzeit nebenbei arbeitete. Nach meinem Tourismus-Studium in Dresden an der HfV, Hochschule für Verkehrswesen,  wuchs die Sehnsucht weitere Länder zu bereisen. Und so kam die Maueröffnung für mich genau zur richtigen Zeit! 

Gleich nach der Wende besichtigte ich Paris, Rom, London, Hongkong, Jerusalem und New York! Sonnte mich auf den Kanaren, segelte auf dem Mittelmeer und fuhr Ski in Österreich. Afrika gabs nicht in meinem Plan...

Ina Bärschneider während einer Safari durch Kenia in der Savanne am Jeep

Meine erste Begegnung mit dem fremden Land Kenia

Meine erste Reise führte mich 1993 nach Kenia. Ich kam zu ihr wie die Jungfrau zum Kinde ;-)

Der Mann, den ich damals kennen lernte, hatte zusammen mit seiner fast erwachsenden Tochter bereits einen zweiwöchigen Urlaub in dem ostafrikanischen Land im Reisebüro gebucht und fragte mich, ob ich nicht auch mitkommen möchte. Nun stand Kenia nicht auf meiner Urlaubs-Wunschliste. Aus dem DDR-Fernsehen kannte ich lediglich Bilder von ärmlichen Lehmhütten, Slums und hungernden Kindern mit aufgedunsenen Bäuchen. Und da Urlaub machen??

Okay, für eine Woche wollte ich ihm hinterher reisen, eine Safari stand nicht auf dem Programm. 

 

Als ich dann ankam war ich überwältigt! Von den Farben des Landes, den freundlichen Menschen, dem Lebensgefühl. Ich fühlte von Anfang an eine große Verbundenheit mit Kenia - so als ob ich in einem früheren Leben schon mal hier war ;-)

 

Wir wohnten in einem schicken Hotel am Diani Beach unter deutscher Leitung. Noch nie hatte ich so schöne Strände gesehen!! Ich lief über strahlend weißen Sand wie auf einem dicken Teppich und der indische Ozean glitzerte blau und türkis in der Sonne. 


Natürlich wollten wir auch Mombasa kennenlernen, wenn wir schon mal da waren! Die berühmteste Stadt an der Küste. Unser Hotel lag an der Südküste Kenias. Um in die Innenstadt von Mombasa zu kommen, musste man mit der berühmten Likoni-Fähre - und gefühlt 1000 anderen Menschen samt Autos und Bussen - übersetzen. Was für ein Abenteuer! Wir hatten uns gegen eine vom Hotel organisierte Stadtrundfahrt entschieden und für das traditionelle öffentliche Verkehrsmittel: das Matatu, ein Kleinbus, der offiziell etwa 9-12 Sitzplätze hat, wo aber gut und gerne manchmal über 20 Personen drin Platz finden, samt umfangreichen Gepäck und Tieren sowohl innen als auch auf dem Dach. Im Matatu lief laute Reggaemusik, die Menschen lachten und waren uns gegenüber sehr hilfsbereit und boten uns sogar bereitwillig ihre Sitzplätze an. Obwohl die meisten viel älter waren als wir ;-)

Mombasa war spektakulär, viel Verkehr, viel laut und voller Gegensätze. Arm und reich.

Sonnenaufgang im Tsavo Ost in Kenia mit Schirmakazien

Ein Gefühl von Freiheit und Weite

Ich bereute es sehr schnell nur eine Woche gebucht zu haben!! Nun, wo ich da war und ahnte, was für ein aufregendes und faszinierendes Land Kenia war, wollte ich so viel wie möglich vom Land sehen. Also buchten wir spontan im Hotel eine Minisafari von zwei Tagen zum Kilimanjaro! Was für ein Irrsinn, denn für die ca. 400 km brauchten wir mit dem Kleinbus über Schotterstraßen knapp 10 Stunden!! Also morgens gegen 3 Uhr losfahren, eine Nacht im Amboseli-Nationalpark schlafen und am nächsten Nachmittag wieder zurück!! Dazwischen noch einen Abstecher in den Tsavo Ost... Aber es hat sich alles gelohnt!! Die gesamte Fahrt möchte ich nicht missen, denn sie war der Einstieg für viele weitere Safaris in den darauf folgenden Jahren!

 

Ich konnte bei der Fahrt zu früher Morgenstunde kein Auge zu machen. Nicht, weil wir im Auto aufgrund der schlechten Straßen so durchgeschüttelt wurden - ja, das zwar auch, aber in erster Linie, weil mich die Schönheit des Sonnenaufgangs überwältigte!! Die Umrisse der schwarzen Schirmakazien und Affenbrotbäume vor der aufgehenden Sonne! Kitschiger als jedes Prospektfoto!! Und als dann noch die erste Giraffe vor unserem Bus über die Straße lief, gab es vor Enthusiasmus kein halten mehr!! Später sahen wir weitere Giraffen und viele, viele andere Tiere. Aber niemals werde ich diese erste Giraffe vergessen und unsere frenetischen Ausrufe: „Eine Giraffe!“, „Seht doch, eine Giraffe!“ ;-)

 

Der Kilimanjaro mit seinem besonderen Zauber zog mich ganz in seinem Bann! Und davor die riesigen Elefantenherden und leibhaftige Löwen am Wasserloch - so etwas hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen!! Und abends dann am Lagerfeuer die Rufe der wilden Tiere... Sie begleiteten mich noch viele Wochen danach und gingen mir eigentlich nie wieder aus dem Sinn. Für mich war klar, hier in dieses schöne Land Kenia komme ich recht bald wieder!! Und ja, es sollten noch etliche Reisen folgen...

Ina Bärschneider am Strand vom indischen Ozean in der Nähe von Mombasa mit einem Einheimischen

Keine Berührungsängste und Hilfe zur Selbsthilfe

Wer Berührungsängste hat und keinen Kontakt mit Schwarzen haben möchte, sollte nicht in dieses Land und überhaupt nicht nach Schwarzafrika reisen. Denn dort, in Kenia, sind wir die Ausländer und die Andersfarbigen! Und ja, man sieht auch große Armut und verkrüppelte Menschen. Viel, viel mehr als man vom Straßenbild in Deutschland gewöhnt ist. Und auch mehr als man manchmal ertragen kann, denn mit Menschenwürde hat das nichts mehr zu tun, wenn Menschen ohne Beine die Straße entlang robben...

 

Bitte informieren Sie sich ausführlich über dieses Land, bevor Sie blauäugig hinfliegen und dann enttäuscht sind! Es gibt nicht nur die landschaftlichen Schönheiten, die Tiere in freier Wildbahn und Postkartenmotive!! Man muss auch die Armut ertragen können. Und ja, es gibt jede Menge Bettler, in Mombasa quasi an jeder Straßenkreuzung, und zum Teil auch aufdringliche Verkäufer von irgendeinem Billigzeug...

Natürlich kaufe ich Souvenirs am Strand und gebe dem einen oder anderen Bettler ein paar Kenia-Schillinge... Aber nein, jedem Kenianer kann man nicht helfen und nicht jedem ein neues und besseres Leben ermöglichen. 

 

Ich habe mich 2006 ganz bewusst dafür entschieden, eine kleine Familie intensiv zu unterstützen. Ich bin langfristig eine Verpflichtung mit mir selbst eingegangen, Regina und ihren drei Mädels regelmäßig Geld zu schicken, damit die Kinder genug und saubere Schulmaterialien und Schulkleidung haben. Und damit sich die kleine Familie auch mal das eine oder andere Extra leisten kann. Seit 2012 finanziere ich zudem gemeinsam mit meinem ehemaligen Lebensgefährten ein Apartment für die vier mit eigener Küche und eigenem Bad, so dass das tägliche Wasserkanister kaufen und tragen ein Ende hatte.

 

Und ich lade Sie recht herzlich dazu ein, Regina kennenzulernen und sich alles selber anzusehen! Im Rahmen Ihrer Keniareise vereinbare ich gern einen Termin mit ihr!